Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg: „Wir lehnen die ePA in ihrer jetzt vorliegenden Form strikt ab…“

…stellen Dr. med. Norbert Metke und Dr. med. Johannes Fechner, Vorsitzender und stv. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) in einem Rundschreiben vom 25.06.2021 an die Mitglieder der KVBW fest.

In dem Schreiben erklären die beiden Unterzeichner u. a.: „Die Einführung der ePa unter den derzeitigen Rahmenbedingungen entspricht erneut der Spahnschen Schnellschussmentalität, zum einen Dinge zu propagieren, ohne zuvor die notwendigen Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen zu haben und zum anderen, die Ärzteschaft sowie die Psychotherapiepraxen kontinuierlich mit Sanktionsandrohungen zu belegen.“

In einer schriftlichen Patient*innen-Information, die die KVBW den Psychotherapeut*innen unter ihren Mitgliedern anbietet, wird unter der Überschrift „Zeit oder Computerspiele – Eine Information Ihrer Praxis zur elektronischen Patientenakte (ePA) wird zu Recht erklärt: „…leidenschaftlich bin ich Ihr Psychotherapeut / Ihre Psychotherapeutin, um Ihnen zu helfen und dabei insbesondere mit Ihnen über Ihre Krankheit zu sprechen, sie zu erklären und in Ihren Alltag einzubeziehen. Das benötigt Zeit, Ihre und meine – für zusätzliche Computerspiele fehlt uns beiden diese. Ihre Krankenkasse ist durch den Gesetzgeber verpflichtet, Ihnen eine elektronische Patientenakte (ePA) zur Verfügung zu stellen. Wir… sollen diese gemeinsam mit Ihnen ‚anlassbezogen‘ befüllen. Der hierfür erforderliche Zeitaufwand fehlt uns beiden in unserem ganz persönlichen Kontakt.“ Ein ähnlich lautendes Informationsschreiben stellt die KVBW auch den Ärzt*innen unter ihren Mitgliedern zur Verfügung.


Informationen über den Widerstand gegen die Telematik-Infrastruktur und die (Zwangs-)ePA – insbesondere unter Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen – finden Sie auch auf Twitter unter

#PatientendatenInGefahr!

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