Und auf einmal waren die Daten weg: Im Rahmen einer Systemumstellung bei der AOK Bayern sind rund 6.400 elektronische Patientenakten gelöscht worden

Das berichtet der Ärztenachrichtendienst (änd) am 09.02.2026. Und im Internet-Magazin WinFuture ist zu lesen: Für zahlreiche Kunden der AOK Bayern gibt es eine… Überraschung beim Versuch, auf ihre Gesundheitsdaten zuzugreifen. Wer sich in die App der elektronischen Patientenakte (ePA) einloggen wollte oder sein Postfach prüfte, fand dort eine Benachrichtigung über die Löschung des eigenen Kontos vor. Ursache hierfür war eine geplante Systemumstellung bei der AOK… Ein Fehler… führte dazu, dass die digitalen Akten automatisch den Status ‚geschlossen‘ erhielten… Die betroffenen Nutzer erhielten eine automatische Systemnachricht, in der fälschlicherweise behauptet wurde, sie hätten die Schließung der ePA selbst veranlasst oder Widerspruch gegen die ePA eingelegt. In der Folge waren sämtliche gespeicherten Dokumente – von Arztbriefen über Befunde bis hin zu Medikationsplänen – für die Anwender nicht mehr sichtbar.“

Fahrlässigkeit? Dummheit?

Die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) meldete in einem Beitrag vom 12.12.2025 auf ihrer Homepage: 13 % haben der ePA aktiv widersprochen – meist aus Datenschutzgründen. Hochgerechnet auf die insgesamt 74 Mio. gesetzlich krankenversicheten Menschen in Deutschland entspricht die 9,6 Mio. Ablehnungen der „ePA für alle“.

Oder klammheimliche Unterstützung des ePA-Boykotts?

Da müsste mehr passieren, liebe AOK Bayern, als die Löschung von lediglich 6.400 elektronische Patientenakten (ePA). Gebt Euch Mühe…


Die Homepage des Bündnisses „Widerspruch gegen die elektronische Patientenakte (ePA)“ informiert umfassend über die ePA, ihre Rechtsgrundlagen, ihre Gefahren beim Schutz sensibler Krankheits- und Behandlungdaten und die Möglichkeiten des Widerspruchs gegen die „ePA für Alle“.

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