AOK: Werbung für die elektronische Patientenakte (ePA) auf Slapstick-Niveau

Dr. Philipp Stachwitz, Anästhesist, Schmerztherapeut und „Experte für Telematik im Gesundheitswesen“ hat sich von der AOK Nordost dazu verleiten lassen, in einem kurzen Film als Hauptdarsteller Werbung für die elektronische Patientenakte (ePA) zu machen.

Quelle: YouTube

Mit mehr oder weniger platten Statements und Dialogen in Slapsticki-Manier:

  • Dr. Stachwitz: „… und frage: Haben sie den Brief (gemeint: Entlassbrief des Krankenhauses) dabei? Den haben sie dann leider nicht dabei.“ Patient: „Ich habe den Brief auch nicht mit, dummerweise.“ Dr. Stachwitz: Das macht es dann sehr schwer, mit dem Patienten gemeinsam zu besprechen, ob es aus meiner Sicht sinnvoll ist…“ (ab Min. 0:55).
  • Dr. Stachwitz: „Aber das kostet natürlich alles unendlich viel ärztliche Zeit und auch noch Geld obendrein…“ (ab Min. 1:46)
  • Dr. Stackwitz: „… aber ich glaube … ich glaube…“ (ab Min. 2:20).

Ob es der AOK mit Filmchen dieser Art gelingen wird, unter den durch die Veröffentlichung angesprochenen Ärzt*innen die Bereitschaft zur “Werbung” für die ePA bei ihren Patient*innen zu wecken?

Und ob es der AOK mit diesem Filmchen gelingen wird, bei ihren Versicherten die Zustimmung zur Nutzung der ePA weit über die derzeit 0,01 % AOK-Mitglieder auszudehnen?

Quelle: Bayerischer Rundfunk 12.02.2021

i Slapstick: Derbkomische Einlage, grotesk-komischer Gag, wobei meist die Tücke des Objekts als Mittel eingesetzt wird

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